Wie umweltbewusst sind Migranten?
Migranten sind nicht so umweltbewusst wie die Deutschen, allerdings handeln sie auch weniger klimaschädlich und produzieren nicht so viel schädliches CO2. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie der FH Dortmund und des Ifeu-Instituts aus Heidelberg, in der 2.000 Teilnehmer befragt wurden.
Insgesamt wurden 1.600 türkische und russische Migranten sowie 400 Deutsche als Referenzgruppe zwischen 16 und 75 Jahren befragt.
Der Schwerpunkt der Befragung lag laut der WAZ auf den Bereichen Mobilität, Ernährung und Energienutzung. Das Ergebnis: Deutsche sind umweltbewusster als Migranten, belasten das Klima aber durchschnittlich stärker durch höhere CO2-Emissionen. Deutsche weisen laut Studie die höchste Pkw-Orientierung auf und verursachen auch die meisten CO2-Emissionen mit dem Pkw. Russischsprachige hingegen greifen von den Befragten am häufigsten auf öffentliche Verkehrsmittel zurück und bewerten die Qualität von Bus und Bahn am höchsten.
Bioprodukte werden von der Mehrheit der Befragten gekauft, jedoch nur im geringen Umfang oder nur selten. Türkeistämmige Migranten schreiben Bioprodukten im Vergleich zu russischsprachigen Migranten und Deutschen dabei „ein ungünstigeres Kosten-Nutzenverhältnis hinsichtlich Geschmack und Gesundheit“ zu.
Ökostrom wird von den Migranten nur selten bezogen: Nur 1,3 Prozent der Türkeistämmigen und 2,8 Prozent der Russischsprachigen nutzen den grünen Strom. Im Vergleich dazu liegt der Ökostromanteil bei den Deutschen mit 6,5 Prozent deutlich höher.
Das Klimaschutzengagement in Organisationen ist in allen drei untersuchten Gruppen eher gering; dabei fällt der Anteil an Personen, die sich überhaupt engagieren, bei den Deutschen im Vergleich zu den befragten Migranten fast doppelt so hoch aus.
Die Mehrheit der Deutschen will Energie sparen













