Steigende Strompreise durch erneuerbare Energien?
Immer mehr Leute, ob Privatkunden oder Industriebetriebe, beschweren sich über die ständig in die Höhe kletternden Strompreise. Den Grund dafür sehen viele in der Förderung erneuerbarer Energien. Doch auch wenn die Kosten tatsächlich steigen, scheint diese Behauptung gar nicht zu stimmen.
Private Stromkunden schimpfen immer öfter über steigende Strompreise und verweisen auf die EEG-Umlage - zu Unrecht, wie das Bundesumweltministerium (BMU) berichtet. Der durchschnittliche Privathaushalt zahlte demnach 2011 für die gleiche Menge Strom etwa 32 Euro mehr pro Monat als im Jahr 2000. Den größten Anteil daran hätten mit rund 14 Euro jedoch die Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb. Die Förderung erneuerbarer Energien mache dagegen nur etwa zehn Euro aus.
Zudem sehen stromintensive Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit aufgrund steigender Kosten gefährdet. Der Grund sei auch hier die Förderung erneuerbarer Energien. Laut BMU ist dies jedoch ein Fehlschluss: Zum einen seien stromintensive Unternehmen von staatlich veranlassten Strompreisbestandteilen kaum betroffen, da sie entweder ihren Strom selbst produzieren oder von der EEG-Umlage ausgenommen sind. Zum anderen kauften diese Betriebe ihren Strom oft direkt an der Börse oder zu Preisen, die sich eng an den Börsenpreisen orientieren. Die Börsenstrompreise seien heute niedriger als vor einigen Jahren und auch niedriger als vor dem Reaktorunfall in Fukushima.
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