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Sechs Tipps für niedrigere Heizkosten im Winter

Die Energiekosten steigen, die Temperaturen fallen. Viele Mieter und Wohneigentümer befürchten darum, dass die nächste Heizkostenabrechnung oder Öltankfüllung ein ordentliches Loch in das Haushaltsbudget reißen wird. Doch das muss nicht sein: sechs Tipps an Mieter und Hausbesitzer für niedrigere Heizkosten.

Drei Tipps für Hauseigentümer

1. Heizung richtig einstellen

Etwa 85 Prozent der Heizungsanlagen sind laut co2online nicht richtig eingestellt. Dadurch sind Energieverbrauch und Heizkosten unnötig hoch, Räume werden ungleichmäßig warm. Die Lösung: ein hydraulischer Abgleich. Dabei werden die Komponenten der Anlage - vom Kessel über die Pumpe bis zu den Thermostatventilen - auf den Gebäudebedarf abgestimmt. Ein Fachmann reguliert die Menge an Heizwasser dabei so, dass zu jedem Heizkörper nur die erforderliche Wärme transportiert wird. Das spart Energie: etwa 110 Euro sind jährlich beim Einfamilienhaus drin.

2. Heizungspumpe erneuern

Die Heizungspumpe ist das Herz der Heizung. Sie lässt das warme Wasser zwischen Heizkessel und Heizkörpern zirkulieren, um die Räume zu wärmen. In vielen Heizungskellern sind allerdings alte Pumpen aktiv. Sie laufen im Gegensatz zu neuen Geräten fast ununterbrochen und verbrauchen entsprechend viel Strom. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen 80 Prozent weniger Energie als alte Modelle. Das spart jährlich Stromkosten von etwa 100 Euro. Eine solche sparsame Pumpe kostet mit Einbau etwa 350 Euro.

3. Heizungsrohre isolieren

Vielen Hauseigentümern ist nicht bewusst, wie viel Energie bereits auf dem Weg vom Keller zum Heizkörper verpufft, wenn die Heizungsrohre nicht isoliert sind. Fast 15 Euro Heizkosten lassen sich pro Jahr und Rohrmeter bei fachgerechter Dämmung sparen. Demgegenüber stehen geringe Ausgaben von einem bis vier Euro pro Meter für Dämmmaterial.

Drei Tipps für Mieter

1. Heizungsthermostate richtig bedienen

Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate so, dass mit der Einstellung "3" eine Raumtemperatur um 20 Grad erreicht wird. Jede weitere Stufe bringt drei bis vier Grad mehr bzw. weniger. Viele Verbraucher denken dennoch, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Das ist falsch. 20 Grad Raumtemperatur werden nicht schneller erreicht, wenn das Thermostat auf Stufe 5 statt auf Stufe 3 steht.

2. Wärmestau vermeiden

Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Es entsteht ein Wärmestau. Die Folge: Die Warmwasserzufuhr in den Heizkörper wird gestoppt, obwohl die Wunschtemperatur im Raum nicht erreicht ist. Das erhöht die Heizkosten, weil viele Mieter als Reaktion das Thermostat auf eine höhere Stufe stellen, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

3. Jedes Grad zählt

Ist die Raumtemperatur höher als nötig, verbraucht dies unnötig Energie: Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch an Heizenergie um etwa sechs Prozent. In Wohnräumen sind 20 bis 22 Grad ausreichend, im Schlafzimmer genügen 16 bis 18 Grad. Mit programmierbaren Thermostaten lässt sich die Temperatur sogar nach der Uhrzeit regeln. So ist das Bad morgens zum Duschen warm, kühlt aber tagsüber - wenn es nicht gebraucht wird - auf sparsame 16 Grad ab. Programmierbare Thermostate sind leicht zu montieren und können beim Umzug mitgenommen werden.

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