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Öl-Ausstieg schafft Millionen Arbeitsplätze

Die Ölvorräte der Erde sind begrenzt. Um nicht schon in nächster Zukunft ohne den wertvollen Rohstoff dazustehen, müsste die Weltbevölkerung ihren Verbrauch deutlich einschränken. Einer aktuellen Studie zufolge würde dies nicht nur die Umwelt schützen, sondern bis 2020 auch fünf Millionen Jobs schaffen.

Um bis zu 80 Prozent könnte der weltweite Ölverbrauch reduziert werden. Voraussetzung dafür sind deutlich effizientere Autos sowie ein massiver Ausbau Erneuerbarer Energien. Dies geht aus dem von der Umweltorganisation Greenpeace vorgestellten Energieszenario „Energie [R]evolution: Ein nachhaltiger Weltenergieausblick" hervor. Durch die Senkung des Ölverbrauchs könnten zudem 650 Gigatonnen (650 Milliarden Tonnen) CO2 eingespart werden.

Öl aus der Arktis oder anderen neu zu erschließenden Quellen würde somit nicht mehr benötigt. "Das Öl aus der Arktis würde nur für wenige Jahre reichen. Statt die Arktis für ein Strohfeuer zu zerstören, müssen wir gleich umsteigen auf Erneuerbare Energien", sagt Sven Teske, Energie-Experte von Greenpeace. "Wirtschaftlich ist der Öl-Ausstieg machbar und Deutschland steht bei den dafür notwendigen Energie- und Effizienz-Technologien in der pole-position."

Einsparungen im Transportsektor

Aktuell liegt der Anteil des Verkehrs am weltweiten Ölverbrauch bei fast 70 Prozent und bietet damit enorme Einsparmöglichkeiten: Leichtere Fahrzeuge könnten den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent senken. Den erwarteten Ölverbrauchanstieg können wesentlich effizientere Elektro-Fahrzeuge in Europa, Amerika, China und Indien ausgleichen.

"Die Industrie der Erneuerbaren Energien ist so leistungsfähig, dass auch der Verkehr zunehmend mit Strom versorgt werden kann.", so Josche Muth, Generalsekretär des Europäischen Dachverbands für Erneuerbare Energien. "Damit wir den CO2-Ausstoß pro Kilometer um 40 Prozent senken können, brauchen wir verlässliche politische Rahmenbedingungen. Allein in Deutschland könnten 100.000 Arbeitsplätze entstehen.“

Investitionen die sich lohnen

Für den erforderlichen Ausbau der regenerativen Energien müsste bis zum Jahr 2050 jährlich rund ein Prozent des globalen Bruttosozialproduktes investiert werden. Die weltweiten Investitionen würden bis zum Jahr 2020 von aktuell 200 Milliarden Euro jährlich auf mehr als 700 Milliarden Euro ansteigen. Durch die eingesparten Brennstoffkosten zahlten sich diese Investitionen im gleichen Zeitraum jedoch doppelt aus.

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