Vorstellung: Mitsubishi i-MiEV im Test
Der Mitsubishi i-MiEV wurde von der Mitsubishi Motors Corporation (MMC) gemeinsam mit den beiden, zum französischen PSA-Konzern gehörenden, Autobauern Citroën und Peugeot entwickelt. Citroën C-Zero, Mitsubishi i-MiEV und Peugeot iOn sind technisch baugleich, lediglich optisch sind wenige Details unterschiedlich gestaltet.
Ein Vorläufer des Mitsubishi i-MiEV - damals noch ohne Elektroantrieb - wurde bereits 2003 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Nachdem im Frühjahr 2009 ein seriennahes Concept präsentiert wurde, verließ das erste Serienmodell des i-MiEV das Werk im fernen Japan im Sommer 2009. Seit Dezember 2010 wird er auf dem europäischen Markt und somit auch in Deutschland verkauft.
Design: Schmaler & hochbeiniger Kleinwagen
Der Mitsubishi i-MiEV wirkt wie ein gestauchter Minivan, sehr schmal und dabei hochbeinig, die kurzen Überhänge lassen ihn etwas eigenartig wirken. Die Frontscheinwerfer sind fast bis zur Windschutzscheibe hochgezogen, während die separaten Nebelscheinwerfer tief unten in der Frontschürze einen schmalen Lufteinlass flankieren.
Innenraum (Raumangebot, Qualitätseindruck, Bedienung): Viersitzer mit erweiterbarem Kofferraum
Der i-MiEV bietet Sitze für vier Personen, bequem ist das Platzangebot jedoch nur auf den vorderen beiden Sitzen. Der Platz auf den Rücksitzen ist recht eingeschränkt, aber für die Fahrt in die Stadt ist es ausreichend. Das mit 227 Litern recht klein ausgefallene Gepäckabteil lässt sich durch im Verhältnis 50:50 umklappbare Rücksitzlehnen auf 860 Liter erweitern, sodass auch Platz für etwas größere Einkäufe entsteht.
Hinter dem handlichen Lederlenkrad informiert ein Display über die Geschwindigkeit, Restreichweite, Batterieladezustand und den momentanen Energieverbrauch. Übersichtlich angeordnet befinden sich in der silber lackierten Mittelkonsole die Bedienelemente für die serienmäßige Klimaanlage und weiter oben die Möglichkeit für den Einbau eines Radios oder Navigationssystems. Die Qualität des im Innenraum verbauten Kunststoffs erinnert an Kleinwagen einer längst vergangenen Zeit.
Technik & Sicherheit: 4 von 5 Sternen im Euro-NCAP Crashtest
Der Mitsubishi i-MiEV hat im NEFZ-Fahrzyklus eine Reichweite von 150 Kilometern. In der Praxis rechnet man, in Abhängigkeit vom Fahrprofil, mit einer Reichweite von 100 bis 120 Kilometern. Sobald die Batterie-Warnanzeige (bei einer Restreichweite von ca. 20 km) im Display leuchtet, wird automatisch der „Schildkrötenmodus“ aktiviert, d.h. der Mitsubishi geht von selbst extrem sparsam mit der noch verbleibenden Energie um. Um eine möglichst weite Restreichweite zu gewährleisten, wird die Leistung gedrosselt und die Heizung und Klimaanlage deaktiviert.
Die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose (220V / 16A) beträgt ca. sechs Stunden. An einer speziellen Schnellladestation geht es schneller: 80% der Batteriekapazität sind bereits nach einer halben Stunde erreicht.
In einem 2011 durchgeführten Euro-NCAP Crashtest erreichte der i-MiEV vier von fünf Sternen. Ein gutes Ergebnis - eine noch bessere Bewertung wurde unter anderem deswegen verfehlt, da die Karosseriestruktur bei dem Crashtest an ihre Grenzen kam und der Fußraum des Fahrers bereits deutlich verkleinert wurde. Positiv war, dass die Batterien unbeschädigt blieben.
Kosten & Ausstattung: Preislich Mittelklasse-Niveau
Der Mitsubishi wird zu einem Festpreis von 34.390 Euro zzgl. Überführungskosten angeboten. Zur Serienausstattung zählen elektrische Fensterheber, Klimaanlage und Zentralverriegelung. Einzige ab Werk lieferbare Option ist die Metallic-Lackierung. Per Nachrüstung beim Händler kann der i-MiEV u.a. durch ein Karosserie-Spoiler-Kit, verschiedene Dekorsets oder ein Navigationssystem individualisiert werden.
Der Mitsubishi i-MiEV hat eine Neuwagengarantie von drei Jahren, die ab dem zweiten Jahr jedoch auf 100.000 Kilometer begrenzt ist. Weitere zwei Jahre Garantie, insgesamt somit fünf Jahre, aber ebenfalls auf maximal 100.000 km begrenzt, gewährt Mitsubishi auf die Elektrofahrzeugkomponenten.
Fazit: Wendiger Cityflitzer
Die Reichweite von maximal 150 km und ein begrenztes Platzangebot machen ihn für längere Strecken uninteressant, der Mitsubishi i-MiEV ist ausschließlich für die Stadt geeignet. Dortige Aufgaben löst er aber mit Bravour, er ist mit einer Länge von nur knapp 3,5 Metern klein und mit einem Wendekreis von neun Metern sehr wendig.
Die Garantieleistungen von Mitsubishi sind umfassender als bei seinen technisch baugleichen Brüdern aus dem PSA-Konzern (Citroën C-Zero und Peugeot iOn), preislich ist er zwischen beiden positioniert.
Alle technischen Daten des Mitsubishi iMiEV
Sebastian Geisler / Redaktion energietarife.com














