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Leichtfahrzeuge


© Sebastian Geisler

Leichtfahrzeuge – Auto fahren ab 16

In Deutschland sind sie bislang zwar recht selten anzutreffen, dennoch fallen manchmal im Straßenverkehr kleine Autos auf, die ungefähr die Größe eines Kleinstwagen wie dem Smart Fortwo haben, jedoch trotzdem anders wirken. Sie haben vorne kein Nummernschild und hinten ein Kennzeichen, das sonst eigentlich an Mofas, Motorrollern, Mopeds oder S-Pedelecs zu finden ist. Dies sind so genannte Leichtkraftfahrzeuge, auch als Leicht-KFZ, Leichtfahrzeug, Microauto, Mopedauto oder Leichtauto bezeichnet, die eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h haben.

Führerschein & Versicherung & Zulassung

Leichtautos können mit dem normalen Autoführerschein gefahren werden sowie mit dem Führerschein der Klasse AM. Das Mindestalter für die Fahrerlaubnis AM liegt in Deutschland zurzeit grundsätzlich bei 16 Jahren, in einem Pilotprojekt in 3 Bundesländern (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) kann diese bereits mit 15 Jahren erworben werden. Mit bestimmten Motorradführerscheinen und älteren Moped- oder Traktorscheinen kann die Nutzung von Leichtautos ebenfalls zulässig sein.

Als Nachweis der Versicherung und zur Teilnahme am Straßenverkehr benötigen die Leichtautos ein Versicherungskennzeichen (auch als Mopedkennzeichen bekannt). Üblicherweise haben diese Kennzeichen nur eine Haftpflichtversicherung, manche Versicherer bieten jedoch optional auch eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung an, was insbesondere bei Neuwagen bzw. neueren Fahrzeugen aufgrund des Wertes sinnvoll erscheint. Die Kennzeichen müssen jährlich erneuert werden, die Farbe des Kennzeichens wechselt immer zum 1. März.

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© Sebastian Geisler

Leichtautos sind zulassungsfrei und somit entfällt die Anmeldung bei der Zulassungsstelle. Es wird keine Kfz-Steuer berechnet und die Leichtautos müssen auch nicht zur Hauptuntersuchung (TÜV).
Bedingt durch die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h dürfen die Leichtfahrzeuge Kraftfahrstraßen (auch Schnellstraßen genannt) oder Autobahnen nicht benutzen.

Hersteller & Varianten

Die Hersteller der meistverbreiteten Leichtautos wie Aixam, Bellier, Ligier, Microcar und Chatenet haben ihren Sitz in Frankreich. Während die Leichtfahrzeuge früher sehr konservativ, langweilig gezeichnet waren und nur in einer sehr begrenzten Farbauswahl erhältlich waren, so sind die Leichtautos mittlerweile pfiffiger und dynamischer gestaltet. Es gibt bei den Herstellern verschiedene Varianten wie z.B. Coupé, GTI, Crossover oder die trendige SUV (Geländewagen) - Optik. Sicher nicht zufällig erinnern einzelne Designelemente an Lifestyleautos wie einen Mini Cooper oder Citroen DS3. Es sind oftmals viele verschiedene Farben lieferbar und das Dach kann in einer Kontrastfarbe geordert werden. Die Leichtautos bieten in der Regel Platz für 2 Personen und haben einen recht geräumigen Kofferraum (meist mindestens 500 Liter).

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© Sebastian Geisler

Neben den Leichtautos im PKW ähnlichen Design gibt es auch kompakte Nutzfahrzeugvarianten wie Lieferwagen, Pick-UP oder Pritschenwagen zur gewerblichen Nutzung.

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© Sebastian Geisler


Die kleinere Variante des elektrischen Renault Twizy, der Twizy 45 Z.E., zählt ebenfalls in die Gruppe der Leichtkraftfahrzeuge.
Das Leergewicht (bei elektrischem Antrieb ohne Batterien) eines Leichtautos muss unter 350 kg liegen. Ein Leichtauto ist zwar sicherer als ein Zweirad, aber bedingt durch das geringe Gewicht ist es nicht möglich, den gleichen Sicherheitsstandard wie ein moderner PKW zu bieten. Die meisten Hersteller unternehmen zwar eigene Crashtests, für die Zulassung vorgeschriebene Standards gibt es hier jedoch derzeit nicht. Über Airbags verfügen die meisten Leichtfahrzeuge nicht, Anti-Blockiersystem (ABS) ist bei einigen Herstellern gegen Aufpreis lieferbar.

Motorisierungen & Preise

Die maximale Leistung eines Leichtautos liegt bei 4 KW (5 PS), die maximale Höchstgeschwindigkeit bei 45 km/h. Am weitesten verbreitet ist bislang der Dieselmotor in Verbindung mit Automatikgetriebe. Der Normverbrauch liegt in der Regel zwischen 3 und 4 Liter / 100 km, je nach Tankgröße liegt die Reichweite in der Praxis bei bis zu 500 km. Aixam bietet beispielsweise auch Varianten mit Elektroantrieb, eCity und eCoupé, an, die eine maximale Reichweite von 110 km haben.

Ein elektrisches Leichtauto fällt nicht unter den staatlichen Umweltbonus, dennoch bieten einige Hersteller bzw. Importeure als Sonderaktion einen eigenen Nachlass an, bei Interesse lohnt es sich diesbezüglich nachzufragen.

Leichtautos sind nicht so günstig wie man denken könnte, die Preise für Neuwagen starten im hohen vierstelligen Bereich und können auch durchaus den niedrigen fünfstelligen Bereich erreichen. Dies entspricht bereits dem Niveau von „richtigen“ Autos wie beispielsweise dem Kleinstwagen Citroen C1.

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© Sebastian Geisler

Fazit

Leichtfahrzeuge sind nur für die Stadt und kurze Strecken Überland gedacht, für die Autobahn sind sie weder geeignet noch zugelassen. Das Preisniveau für die Anschaffung ist recht hoch und unterscheidet sich nicht signifikant von dem für einen kleinen PKW. Die laufenden Kosten sind jedoch geringer. Der Kraftstoffverbrauch ist etwas geringer, es fällt keine Kfz-Steuer an, keine Hauptuntersuchung und die Versicherung ist günstiger. Empfohlen wird eine jährliche Inspektion, die etwas preisgünstiger als bei einem „normalen“ PKW ausfällt.

Es ist sicher nicht ganz falsch, das Leichtauto als vierrädriges überdachtes Moped zu sehen, es bietet Wetterschutz und etwas mehr Sicherheit, jedoch nicht so viel Sicherheit wie ein „richtiges“ Auto.

Großer Vorteil des Leichtautos ist, dass es mit entsprechendem Führerschein bereits 2 Jahre eher gefahren werden darf als ein Auto. Somit sind eine Zielgruppe junge Leute ab 16 (bzw. im Pilotprojekt ab 15), bei denen die Eltern nicht mehr Taxi spielen wollen, und denen ein Roller oder Moped zu unsicher ist.


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