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Hintergrund

Endlager-Suche: Wohin mit dem Atommüll?

"Atomkraft ist sauber und sicher" behaupten die einen, "Atomkraft ist unberechenbar" halten die anderen dagegen. Sicher ist zumindest, dass die Frage "Wohin mit dem Atommüll?" nach wie vor ungeklärt ist. Als "sauber" lässt sich diese Art der Energiegewinnung aus diesem Grund wohl kaum bezeichnen.

Als Atommüll wird radioaktiver Abfall bezeichnet, der in erster Linie durch Kernenergie anfällt, aber auch in der Medizin und in der Forschung, sowie beim Bau von Kernwaffen entsteht. Unterteilt wird dieser Müll in schwachradioaktiven Abfall (zum Beispiel Arbeitskleidung aus Kernkraftwerken), mittelradioaktiven Abfall (zum Beispiel Rohre aus Kernkraftwerken) und hochradioaktiven Abfall (Brennelemente).

Jedes Jahr entstehen laut World Nuclear Association rund 12.000 Tonnen des hochradioaktiven Abfalls. Obwohl in Deutschland nur rund zehn Prozent des Abfalls hochradioaktiv sind, enthält dieser Anteil 99,9 Prozent der gesamten Radioaktivität.

Atommüll für die Ewigkeit

Das Problem bei radioaktiven Stoffen ist ihre teilweise extrem lange Halbwertszeit. Plutonium-239 benötigt beispielsweise 24.000 Jahre, bis die Strahlung zur Hälfte abgenommen hat. Der Abfall muss dementsprechend lange vor der Außenwelt abgeschirmt werden, um diese vor der giftigen Strahlung zu schützen.

Anfangs wurde dies durch Verklappung versucht: Der hochgiftige Müll wurde im Meer entsorgt, um die Strahlung durch Verteilung unschädlich zu machen. Allein im Atlantik wurden 250.000 Fässer atomarer Müll versenkt. Allerdings reichert sich die Strahlung so in den Organsimen an und kann im Zuge der Nahrungskette auch Lebensmittel verseuchen. Erst 1994 wurde die Verklappung für radioaktive Feststoffe verboten.

Heute versucht man, die Abfälle zusammenzuhalten und in Zwischenlagern zu sammeln. Dabei wird zwischen zentralen und dezentralen Zwischenlagern unterschieden: Zentrale Zwischenlager liegen fern von Kernkraftwerksstandorten (zum Beispiel das Atommülllager Gorleben). Dezentrale Zwischenlager gibt es an jedem Kernkraftwerk. Laut Atomgesetz müssen in Deutschland seit 2005 alle Brennelemente aus Reaktoren am Standort zwischengelagert werden. Anders als vielfach angenommen, werden die Abfälle dabei nicht unterirdisch, sondern in Lagerhallen aus Stahlbeton untergebracht. Kritiker befürchten, dass diese Lagerhallen einem Flugzeugabsturz nicht standhalten würden und dadurch Strahlung freigesetzt werden könnte.

Endlager? Fehlanzeige

Nachdem die Nachzerfallswärme ausreichend abgenommen hat, soll der Atommüll in Endlagern untergebracht werden, die den Abfall so lange von der Außenwelt abschirmen, bis er ungefährlich ist. Da dies jedoch mehrere Jahrtausende in Anspruch nehmen kann, ist die Suche nach einem Endlager äußerst kompliziert: Auch wenn es heute möglicherweise ideale Orte für die Lagerung gibt, so lässt sich aufgrund der geologischen Veränderungen kaum erahnen, inwieweit diese Lager noch in 500, 1.000 oder 10.000 Jahren geeignet sein werden. Zudem hat wohl kaum jemand gerne radioaktiven Abfall in seiner Nachbarschaft …

GAU in der SchachtanlageAsse

Was bei unsachgemäßer Lagerung passiert, zeigt die Schachtanlage Asse: In dem niedersächsischen Salzbergwerk wurden, angeblich nur zu Forschungszwecken, mehr als 120.000 Fässer Atommüll eingelagert, die zum Teil schon bei der Einlagerung beschädigt wurden. Durch Risse im Salzgestein bahnt sich mindestens seit dem Jahr 1988 Grundwasser in den Salzstock. Radioaktives Salzwasser, das vor einer Kammer gefunden wurde, beweist, dass das Wasser durch die Einlagerungskammer gelaufen sein muss und dass mindestens eines der Fässer undicht ist. Die Betreiber pumpten die radioaktive Lauge kurzerhand tiefer ins Bergwerk. Erst im Jahr 2008 wurde dies bekannt. Die Fässer, deren genauer Zustand unbekannt ist, müssen nun geborgen und woanders sicher gelagert werden. Ein Vorhaben, das bislang einmalig ist, und mehrere Milliarden Euro verschlingen wird.

Der Zwischenstand

1954 wurde das erste zivile Kernkraftwerk der Welt in Russland in Betrieb genommen. Von da an stieg die Anzahl der Kernkraftwerke und erreichte im Jahr 2002 mit weltweit 444 den Höhepunkt. Bis Ende des Jahres 2012 produzierten die Atomkraftwerke insgesamt 300.000 Tonnen hochradioaktiven Müll; vom schwach- und mittelradioaktiven Abfall ganz zu schweigen. Endlager für diese Berge des hochradioaktiven Abfalls gibt es bislang auf der Welt nicht eines.

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