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Energieeffizienz: Augen auf beim Häuserkauf

Beim Kauf eines Hauses ist längst nicht mehr nur Größe, Aussehen und Lage entscheidend – eine wichtige Rolle spielt inzwischen auch die Energieeffizienz. Denn nur Häuser mit geringem Energiebedarf taugen als Geldanlage. Wer einige Tipps berücksichtigt, muss beim Häuserkauf keine unerwarteten Mehrkosten fürchten.

Energieeffiziente Häuser halten nicht nur die Nebenkosten gering und den Wert stabil, sondern sorgen auch für einen fortschrittlichen Wohnkomfort. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) empfiehlt darum, die Energieeffizienz schon im Vorfeld zu prüfen und einen eventuellen Sanierungsaufwand zu berücksichtigen. Für Immobilienkäufer gibt es zudem einige gesetzliche Verpflichtungen, die man kennen sollte.

Altbau kaufen oder neu bauen?

dena-Geschäftsführer Stephan Kohler rät, sich den gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweis vorlegen zu lassen: „Der Energieausweis informiert noch vor dem Kauf einer Wohnung oder eines Hauses über die tendenziell anfallenden Energiekosten und ermöglicht, verschiedene Objekte am Markt zu vergleichen“. Eine Skala von Grün bis Rot hilft, den künftigen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser abzuschätzen. Werte im roten Bereich signalisieren sehr hohe Heizkosten. Liegen die Werte dagegen im grünen Bereich, werden sie deutlich geringer ausfallen.

Was die Energiesparverordnung vorschreibt


Wer ein Haus nach dem Kauf umbauen oder sanieren möchte, muss einige Bestimmungen aus der sogenannten Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten. In der Regel gilt: Saniert der Eigentümer mehr als 10 Prozent der Fläche eines Bauteils, muss er dabei einen guten, in der EnEV festgelegten, Energiestandard erreichen. Erneuert der neue Hausbesitzer beispielsweise die Fassade, verlangt der Gesetzgeber, dass ein bisher ungedämmtes Mauerwerk gedämmt wird. Kohler betont: „Das lohnt sich in jedem Fall, da das Gerüst sowieso aufgestellt wird. Die Mehrkosten für das Dämmen machen sich später durch Einsparungen beim Heizen bezahlt“.

Übrigens: Nach den Bauarbeiten müssen die ausführenden Handwerksbetriebe in einer so genannten Unternehmererklärung bestätigen, dass die Anforderungen der EnEV eingehalten wurden.

Nachrüstverpflichtungen bei Eigentümerwechsel

Einige Sanierungsarbeiten müssen in jedem Ein- und Zweifamilienhaus durchgeführt werden, sobald der Besitzer wechselt. Der neue Eigentümer hat zwei Jahre Zeit sie umzusetzen. So müssen Warmwasser- und Heizungsleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, gedämmt werden. Das betrifft beispielsweise Leitungen, die in einem unbeheizten Keller verlegt sind. Auch am anderen Ende des Hauses greift die Dämmpflicht: Die oberste Geschossdecke, die beheizte Räume gegen einen unbeheizten Dachboden abgrenzt, muss gedämmt werden. Es sei denn, das darüber liegende Dach wird oder ist entsprechend isoliert. Das gilt auch dann, wenn die alte Dämmung nach heutigen gesetzlichen Vorgaben unzureichend ist und eine Erneuerung sinnvoll wäre.

Auf Nummer Sicher mit dem Energieberater

Wer unangenehme Überraschungen komplett ausschließen will, kann bei der Besichtigung des Hauses einen Energieberater mitnehmen. Der Experte erkennt sofort die Schwachstellen und kann eine erste Empfehlung geben. Nach dem Kauf ist eine ausführliche Energieberatung, die so genannte Vor-Ort-Beratung, empfehlenswert. Bei dieser Analyse des Hauses, die staatlich gefördert wird, werden individuelle Modernisierungsempfehlungen gegeben, mit denen sich der Energieverbrauch und somit die Energiekosten auf einen Bruchteil des Niveaus durchschnittlicher Altbauten senken lassen.

Die dena stellt unter www.zukunft-haus.info/experten eine Liste mit Experten zur Verfügung, auf deren Qualifikation sich Eigentümer verlassen können. Für die geförderte Vor-Ort-Beratung können Hausbesitzer unter www.energie-effizienz-experten.de Experten finden.


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