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Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizung: Was man jetzt wissen muss

Das Konzept des nächtlichen Energiespeicherns klingt zwar gut, doch Nachtspeicherheizungen sind mittlerweile völlig veraltet. Verbraucher sind gesetzlich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2019 auf andere Heizungssysteme umzurüsten. Doch was genau ist eine Speicherheizung, wieso sind die Geräte umwelt- und teilweise sogar gesundheitsschädlich, und was muss bei der Sanierung bedacht werden?

Nachtspeicherheizungen werden auch elektrische Speicherheizungen oder Niedertarif-Speicherheizungen genannt. Nachtspeicherheizungen sind elektrisch betriebene Heizungen, in denen ein Wärmespeicher eingebaut ist, der den Strom aus sogenannten Schwachlastzeiten speichert und bei Bedarf abgibt. Strom, der zu Schwachlastzeiten produziert wird, wird auch Nachtstrom genannt und ist im Vergleich zu normaltariflichem Strom um einiges günstiger. Den günstigen Strom zu speichern und nach Bedarf zu verwenden, erscheint also auf den ersten Blick durchaus sinnvoll.

Um Nachtstrom nutzen zu können, benötigt man als Verbraucher spezielle Stromzähler mit zwei gesonderten Zählwerken, die unabhängig voneinander den Stromverbrauch in der Normaltarif-Zeit protokollieren, sowie den Strom, der zu Schwachlastzeiten gespeichert wurde. Zudem verfügen die Stromzähler über eine Funktion, die es den Energieversorgungsunternehmen per Fernsteuerung ermöglicht, zwischen den Tarifen zu wechseln. Manchmal läuft der Tarifwechsel auch über eine Zeitschaltung.

Historisches Überbleibsel

Speicherheizungen sind ein Relikt aus den 1950er und 60er Jahren. Sie wurden als Alternative zu Kohle- und Ölöfen verwendet und hatten die Aufgabe, die damaligen Kraftwerke gleichmäßig über Tag und Nacht hindurch zu belasten. Hierfür war es nötig, eine Nachfrage für Strom in der Nacht zu schaffen. Die Heizleistung entspricht einer normalen Öl- oder Gasheizung. Als jedoch nach der Ölkrise im Jahre 1973 die Energiekosten anstiegen und die Subventionierung des Nachtstroms entsprechend zurückging, verlor diese Heiztechnik ihre Wirtschaftlichkeit. Als am 1. April 1999 die Stromsteuer eingeführt wurde, wurden die Nachtspeicherheizungen zusätzlich belastet. Seit 2007 ist Nachtstrom genauso teuer wie Normalstrom. Die Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland, die dazu führte, dass sich Verbraucher jederzeit nach Lust und Laune den günstigsten Strom- bzw. Gas-Tarif  aussuchen können, machte die Nachtspeicherung vollends sinnlos. Mittlerweile stehen diese Tarife in Deutschland nicht mehr flächendeckend zur Verfügung. Das ist jedoch nicht überall so: In Österreich beispielsweise kann man jederzeit bei allen Energielieferanten einen Nachtstromtarif beziehen.

Ab Ende 2019 verboten

So gut sich das Konzept der Speicherheizungen rückblickend auch anhörte, Fakt ist: die Geräte sind veraltet. Der Bundestag fasste entsprechend am 19.12.2008 den Beschluss, dass Nachtspeicher- heizungen nur noch bis Ende 2019 eingesetzt werden dürfen. Dafür gibt es gute Gründe: Die Heizungen sind extrem umweltschädlich und belasten das Klima immens. Eine Nachtspeicherheizung verursacht dreimal mehr CO2-Emissionen als eine normale Heizung. Zudem wurden damals häufig das mittlerweile als krebserregend eingestufte Material Asbest, Speichersteine mit hohen Chromatgehalten sowie  PCB-haltige elektrische Bauteile in den Heizkörpern verarbeitet. All diese Elemente stellen heute ein nachgewiesenes Risiko für die Gesundheit dar. Doch damit nicht genug: Da bei Nachtspeicherheizungen die Wärme durch Ventilatoren an den Raum abgegeben wird, werden in den Wohnräumen kontinuierlich Staub- und Schmutzpartikel aufgewirbelt.

Umrüstung besser heute als morgen

Jedem Verbraucher, der noch immer einen Nachtspeicherofen verwendet, sei dringend geraten, diesen schnellstmöglich zu entsorgen und auf ein energiesparendes Heizungssystem umzusteigen. Spätestens in 10 Jahren wird der Wechsel gesetzlich unumgänglich. Daher sollten sich Verbraucher früh genug über Alternativen Gedanken machen.

Bei der Umstellung auf ein anderes Heizsystem ist die größte Hürde die Verlegung neuer Heizungsrohre. Sollte sowieso eine komplette Sanierung im Haus geplant sein, wäre dies auch der perfekte Zeitpunkt, um von seiner Nachtspeicherheizung Abschied zu nehmen. Bei der Entscheidung, welcher Heizungstyp für das Haus am besten geeignet ist, muss in erster Linie die Platzfrage berücksichtigt werden. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob mit Gas oder Öl geheizt werden soll. Auch Solarwärme kann als Unterstützung in Erwägung gezogen werden. Für die Umrüstungen gibt es mittlerweile Möglichkeiten der zinsgünstigen Förderung, beispielsweise durch die KfW-Förderbanken.

Nicht zuletzt wegen des möglichen Asbestgehalts muss die Entsorgung der alten Geräte gemäß den TRGS 519, (Technische Regeln für Gefahrstoffe - Asbest / Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten) von Fachkräften vorgenommen werden. Die Entsorgung auf dem Sperrmüll ist verboten. Listen mit asbestverseuchten Geräten sind in der Regel bei Energie- und Verbraucherberatern erhältlich.


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