Moderne Heizung als Investition für Klima und Haushalt
Die Energiepreise zählen in privaten Haushalten zu den größten Kostentreibern. Die Verbesserung der energetischen Qualität des eigenen Zuhauses steht daher bei vielen weit oben auf der Wunschliste. Durch Heiztechniken mit erneuerbaren und energiesparenden Funktionsweisen ist dies zu erreichen.
Doch leider ist nicht jedes Heizungssystem für alle gleichermaßen geeignet. Neben der Frage, ob zuerst in eine Dämmung der Gebäudehülle oder in die Modernisierung der Heizungsanlage investiert werden soll, spielen auch Faktoren wie die bestehende Heiztechnik, die Wohnregion und die verfügbaren Energieträger eine Rolle. Horst Eisenbeis, Geschäftsführer der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) betont jedoch, dass die Heizungsmodernisierung meist das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis liefert. Zudem investiere der Staat in Form von Fördergeldern in solche Sanierungsmaßnahmen.
Energiesparende Heiztechniken mit erneuerbaren Energien
In den meisten Fällen ist eine Solarthermieanlage (Solarwärme) auf dem Dach sinnvoll. Bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung lassen sich so einsparen. Entsprechend ausgelegt, können die Solarmodule zusätzlich die Raumheizung entlasten. Wer den Energieträger Öl oder Gas nicht wechseln will, erzielt mit dem Umstieg auf die Brennwerttechnik bereits große Verbesserungen. Die Umweltverträglichkeit eines Brennwertkessels plus Solarthermie zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung lässt sich sogar annähernd mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe vergleichen. Wärmepumpen nutzen die Energie aus Luft, Boden oder Wasser, sind wartungsarm und umweltschonend. Voraussetzung ist in diesem Fall jedoch eine optimale Abstimmung des Heizungssystems auf das Gebäude.
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Ein Biomassekessel - meist eine Holzpelletheizung - macht seinen Besitzer unabhängig von fossilen Brennstoffen, heizt mit heimischen Rohstoffen und hat eine ausgeglichene CO2-Bilanz. Die Wartung einer solchen Heizung ist zwar aufwendiger, z.B. durch die regelmäßige Ascheentsorgung, wird jedoch vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle besonders gefördert.
Auswahl des Heizsystems mit fachmännischem Rat
Welches Heizungssystem sinnvoll ist, kann ein technischer Laie alleine kaum beurteilen. Gefragt sind daher immer der Rat und die Kompetenz eines Fachhandwerkers für Sanitär-Heizung-Klima (SHK). Um ein individuell auf das Gebäude und das verfügbare Budget zugeschnittenes Konzept zu erhalten, ist zum Beispiel der standardisierte Heizungs-Check nach DIN (Deutsches Institut für Normung e. V.) EN 15378 hilfreich.
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