Beim Computerkauf an die Umwelt denken
Knapp zehn Prozent des deutschen Stromverbrauchs verursachen die Informations- und Kommunikationstechnologien, in den nächsten Jahren rechnet die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit weiteren Steigerungen. Neben der Verbreitung der IT in Unternehmen ist dafür auch die Nutzung im Privathaushalt verantwortlich.
Denn auch dort ist der Computer heute als Freizeitmedium zum Internet-Surfen, zur Archivierung von Filmen, Musik und Fotos und als "Spielmaschine" fast omnipräsent. Fast 70 Prozent der deutschen Haushalte besitzen einen PC, immer noch über 40 Prozent ein Notebook.
Rechner nach eigenen Anforderungen auswählen
Wer zum Notebook statt zum PC greift, handelt energiebewusster. Mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 45 Watt verbraucht der mobile Rechner deutlich weniger als sein feststehender PC-Kollege: Desktop- oder Turm-PCs haben eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 105 Watt, zusammen mit Monitor kommen sie sogar im Schnitt auf 144 Watt. Echte Sparwunder sind die kleinen Netbooks, die sich mit um die 17 Watt zufriedengeben. Wer mit den Einschränkungen eines solchen Geräts leben kann, fährt mit den mobilen "Minis" am besten. Welche Geräte innerhalb ihrer Produktgruppe am energieeffizientesten arbeiten, zeigt eine Produktübersicht unter www.stromeffizienz.de, die Website gibt auch weitere Tipps zum Stromsparen. So lohnt es sich, beim Kauf auf Energiesparlabels wie den "Energy Star" oder den "Blauen Engel" zu achten und die Leistungsaufnahme verschiedener Geräte zu vergleichen, rät die dena.
Günstige Stromanbieter
Power Management nutzen
Wie viel Strom der Rechner verbraucht, lässt sich auch durch seine Nutzung beeinflussen. Bildschirmschoner etwa treiben den Stromverbrauch in die Höhe, da dem Prozessor ständig Leistung abverlangt wird - in Extremfällen sogar mehr als bei normalem Betrieb. Auf jeden Fall sollte das "Power Management" genutzt werden, das alle gängigen Betriebssysteme bieten. Richtig konfiguriert, schalten Monitor und Rechner nach einer festgelegten Zeit in den Standby-Modus, wenn sie nicht genutzt werden. Bei längeren Pausen ist der Ruhezustand zu empfehlen, der den Verbrauch annähernd auf null bringt.
Standby-Modus austricksen
Wer sicher gehen will, dass weder der Computer noch Peripheriegeräte wie Drucker, Modem oder WLan Strom verbrauchen, wenn sie nicht benötigt werden, kann den Standby-Modus mit einer schaltbaren Mehrfachsteckdose austricksen. Wenn alle Geräte an einer Steckerleiste angeschlossen sind, lassen sie sich mit einem Knopfdruck vom Netz trennen, versteckter Standby-Betrieb wird zuverlässig unterbunden.
Weitere Tipps gibt die Initiative Energieeffizienz der dena.



















